Betriebsform

Eigener Server oder n8n Cloud

Auf dem eigenen Server bleiben die Daten im Haus, in der Cloud geht es schneller los. Wir empfehlen in aller Regel den eigenen Server — aber nicht aus Prinzip, sondern aus drei nachrechenbaren Gründen.

Der Unterschied in einem Satz

Bei der Cloud-Fassung betreibt der Hersteller n8n für Sie. Beim Selbstbetrieb läuft dieselbe Software auf einem Server, der Ihnen gehört — im Haus oder in einem Rechenzentrum Ihrer Wahl.

Die Abläufe selbst sind identisch. Was sich unterscheidet, ist, wo Ihre Daten dabei durchlaufen.

Warum wir meistens zum eigenen Server raten

1. Ein Ablauf sieht mehr, als man denkt

Ein Workflow, der Rechnungen ausliest, hat Zugriff auf alles, was in diesen Rechnungen steht: Kundennamen, Beträge, Konditionen. Einer, der das CRM abgleicht, sieht Ihren gesamten Kundenstamm. Einer im Personalbereich sieht Gehälter.

Das ist keine Nebensache der Automatisierung, das ist ihr Kern — sie muss die Daten anfassen, sonst kann sie nichts tun. Die Frage ist deshalb nicht, ob heikle Daten durchlaufen, sondern nur, wo.

2. Der Aufwand ist überschaubar

Für den Selbstbetrieb braucht es einen Linux-Server, eine Datenbank und ein Zertifikat. Das ist für eine IT-Abteilung ein halber Tag, und auch ohne eigene IT ist es kein Großprojekt. Wir richten das mit ein, wenn Sie möchten.

Laufende Kosten: ein kleiner Server im deutschen Rechenzentrum liegt im Bereich weniger Euro im Monat. Bei mehreren Abläufen ist der Selbstbetrieb daher oft nicht nur sicherer, sondern auch günstiger.

3. Manches geht nur so

Eigene Bausteine — sogenannte Community Nodes — lassen sich nur in der selbst betriebenen Fassung installieren. Unser cobra-Node gehört dazu. Wer cobra CRM über diesen Weg anbinden will, kommt am eigenen Server nicht vorbei.

Wann die Cloud die richtige Wahl ist

Wir raten nicht dogmatisch. Es gibt Fälle, in denen die gehostete Fassung passt:

  • Sie wollen erst einmal sehen, ob es etwas taugt. Ein Ablauf zur Probe, ohne vorher einen Server aufzusetzen — das ist ein legitimer Weg.
  • Es sind keine personenbezogenen oder wirtschaftlich heiklen Daten im Spiel. Wer öffentliche Daten zusammenträgt, hat das Problem nicht.
  • Es gibt niemanden, der einen Server betreuen kann, und der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Der Wechsel auf den eigenen Server ist später möglich, ohne die Abläufe neu zu bauen. Sie exportieren sie und spielen sie drüben wieder ein. Das ist einer der Gründe, warum wir n8n gegenüber geschlossenen Diensten bevorzugen: Man ist nicht gefangen.

Gegenüberstellung

Eigener Server Cloud des Herstellers
Wo die Daten durchlaufen Bei Ihnen Beim Anbieter
Auftragsverarbeitung nötig Nur mit Ihrem Hoster Mit dem Anbieter
Eigene Bausteine Möglich Nicht möglich
Einrichtungsaufwand Ein halber Tag Keiner
Betreuung Sie oder wir Der Anbieter
Kosten bei mehreren Abläufen Meist günstiger Meist teurer
Ausfall betrifft Nur Sie Alle Kunden des Anbieters

Was zum Betrieb dazugehört

Ein eigener Server heißt nicht, dass Sie ihn allein betreuen müssen. Zum Betrieb gehören vier Dinge, die wir auf Wunsch übernehmen:

  1. Aktualisierungn8n entwickelt sich schnell. Updates kommen eingespielt und geprüft, nicht ungefragt.
  2. SicherungAbläufe und Zugangsdaten werden gesichert und die Wiederherstellung wird einmal geprobt. Eine Sicherung, die nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung.
  3. ÜberwachungWir schauen von außen nach und melden uns, bevor Ihnen ein stehengebliebener Ablauf auffällt.
  4. ZugängePasswörter und Schlüssel liegen verschlüsselt, mit einer Übersicht, wer worauf Zugriff hat.

Was das kostet und wie die Zusammenarbeit geregelt ist, steht unter Vorgehen. Was wir sonst noch übernehmen, unter Leistungen.

Nächster Schritt

Welche Betriebsform passt zu Ihnen?

Das hängt an Ihren Daten, Ihrer IT und Ihrem Zeitplan. Ein Telefonat genügt, um das zu klären — auch wenn wir danach nichts für Sie tun.